Hutmuseum Ghiffa - hier dreht sich alles rund um die Kopfbedeckung

Wer das Hutmuseum in Ghiffa richtig verstehen möchte, muss weit in die Vergangenheit zurückblicken. Denn an dem Ort, an dem sich heute das Museo dell'Arte del Cappello in Ghiffa befindet, begeisterten sich die Menschen schon viele Jahre zuvor für die Hutmacherei. Wo heute das Hutmuseum in Ghiffa zur Reise durch die Welt der Kopfbedeckungen einlädt, residierte ab 1881 bereits eine große Hutfabrik namens Cappellificio Panizza. Ein knappes Jahrhundert lang waren viele Menschen in der Fabrik tätig, bis danach die Produktion der Kopfbedeckungen eingestellt wurde.

Die Leidenschaft für die Hutherstellung fortführen

Doch viele einst in der Hutfabrik tätigen Hutmacher wollten ihre Leidenschaft für die Hutherstellung nicht einfach ad acta legen. Sie machten sich ausgiebig Gedanken darüber, wie sie die in der Hutfabrik verwendeten Materialien auch zukünftig sinnvoll nutzen könnten. Die Familie des letzten Geschäftsführers des Unternehmens unterstützte die Museumsgründer dabei, alte Maschinen, unterschiedliche Hüte und Mustermaterialien zu sammeln. Somit war die Grundlage für das 1992 ins Leben gerufene Museum geschaffen.

Spannende Einblicke im Museo dell'Arte del Cappello

Deshalb ist es auch kein Zufall, dass sich heute an genau diesem Ort das Hutmuseum Museo dell'Arte del Cappello befindet. In diesem Museum dreht sich alles um die Hutmacherei. Jeder einzelne Besucher ist dazu eingeladen, sich vor Ort ein genaues Bild über die schier unüberschaubare Vielfalt der Kopfbedeckungen zu machen, die Menschen seit Jahrhunderten mit ihrer Vielfalt begeistern. Einige dieser Hüte sind kleiner, andere natürlich größer. Einige Modelle sind einfarbig, andere wiederum besonders farbenfroh. Ob rund, eckig oder oval – die Auswahl der im Museum präsentierten Kopfbedeckungen ist so unterschiedlich wie der Geschmack der Besucher, die die Hüte bewundern.

Hüte in allen vorstellbaren Formen und Farben

Doch erst bei diesem Museumsbesuch wird Groß und Klein durch eine Erkundungstour durch die Welt der Hüte verdeutlicht, wie unterschiedlich die Hüte tatsächlich sein können. Viele Kopfbedeckungen sind Unikate und zeichnen sich durch ihre extravagante Note aus. Außerdem erhalten die Gäste des Hauses spannende Einblicke darüber, wie die Kopfbedeckungen produziert werden und ihre markante Form erhalten. Diese Vielfalt an Exponaten wird durch mannigfaltige Fotografien und Zeichnungen abgerundet, die sich allesamt rund ums Thema Hut drehen.

Zwei Säle mit verschiedenen Themenschwerpunkten

Das Hutmuseum ist in zwei Säle unterteilt. Im ersten Saal können Besucher anhand von Bildern oder antiken Apparaten den kompletten Prozess der Filzherstellung lebhaft mitverfolgen. Im zweiten Saal sind unter anderem Geräte wie die Hutklopfmaschine, Formmaschine und die Bimsmaschine untergebracht. Diese Maschinen stellen anschaulich dar, in welchen Schritten die Hüte hergestellt und ausgearbeitet werden. Damit geht dieser Teil der Ausstellung besonders intensiv auf die Arbeitsschritte ein, mit denen sich die Mitarbeiter der einstigen Hutfabrik Panizza beschäftigten.

Öffnungszeiten im Überblick

Das Hutmuseum in Ghiffa öffnet hauptsächlich zur Sommerzeit seine Tore. Von April bis Juni sowie im September und Oktober heißen die Betreiber des Museums ihre Besucher an Samstagen und Sonntagen von 15.30 bis 18.30 Uhr willkommen. Zur Hauptsaison im Juli und August begrüßt das Hutmuseum seine Besucher zusätzlich an Dienstagen. Mit einem Eintrittspreis von 1,50 Euro sind die Ticketpreise bei dieser Ausstellung erschwinglich. Auf Wunsch bieten die Betreiber des Museums ebenfalls Führungen an.

Das Städtchen Ghiffa von einer anderen Seite erleben

Wer den Weg in Richtung Ghiffa einmal auf sich genommen hat, sollte sich auch einen Abstecher zu Sehenswürdigkeiten wie der Pfarrkirche von S. Maria Assunta nicht entgehen lassen. In unmittelbarer Nähe erstreckt sich zwischen den Hügeln des Berges Monte Carciago ebenfalls das Naturschutzgebiet der Sacro Monte von Ghiffa. Dieses Naturschutzgebiet besteht nahezu komplett aus Wäldern. Einzig ein Denkmalskomplex aus dem Barock sticht aus diesem üppig-grünen Ensemble hervor. Dieses Ausflugsziel ist ein Muss für alle Ausflügler, die das Heiligtum der Heiligen Dreifaltigkeit aus nächster Nähe in Augenschein nehmen möchten. Der Anblick der drei Kapellen oder der Laubengang des Kreuzwegs Via Crucis verleihen einem Ausflug in Richtung Ghiffa somit das besondere i-Tüpfelchen.


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