Monte Mottarone - Mitreißende Aussichten

Der am Lago Maggiore gelegene Monte Mottarone verspricht seinen Besuchern Aussichten, die man so schnell kein zweites Mal genießen wird. Kaum ein anderer Berg ist am Lago Maggiore so bekannt für seine fulminante Rundsicht wie diese Erhebung. Der „Berg zwischen den zwei Seen“ - so die wortwörtliche Übersetzung – fasziniert mit seiner dominanten Position und der atemberaubenden Aussicht. Zur einen Seite der Cusio, zur anderen der Lago Maggiore. Dieser Anblick ist mit keinem Geld der Welt bezahlbar.

Monte Mottarone
Der Monte Mottarone

Dem Himmel so nahe

Ganze 1.490 Meter ragt der Monte Mottarone zwischen dem Lago Maggiore und Lago d'Orta in die Höhe. Somit ist auf dem Gipfel des Berges Platz genug, um sieben Seen völlig unverfälscht und in stolzer Größe in Augenschein zu nehmen. Vom Lago Maggiore über den Lago d'Orta bis hin zum Lago di Mergozzo oder Lago di Varese – diese und weitere Voralpenseen fallen vom Monte Mottarone sofort ins Auge. Zahlreiche Sportler betrachten eine Eroberung des Mottarone als besondere Herausforderung. So lassen es sich Wanderer insbesondere im Frühjahr und Herbst nicht nehmen, dieser Erhebung einen Besuch abzustatten. Doch nicht nur Wanderer lieben es, die knapp 1.500 Meter auf Schusters Rappen zu erklimmen. Radsportler und Gleitschirmflieger haben den Berg längst für sich entdeckt. Zur kalten Jahreszeit fühlen sich Snowboard- und Skifahrer von dieser wildromantischen Naturlandschaft magisch angezogen. Dafür sorgen nicht nur die sieben Skilifte. Für pures Wintersportvergnügen inmitten der weißen Pracht sorgen außerdem acht blaue, zehn rote und drei schwarze Skipisten. Ob Wintersportanfänger oder erfahrener Profi – die Skiregion des Monte Mottarone hat damit für jeden etwas Passendes zu bieten.

Ein botanischer Garten in luftiger Höhe

Doch auf dem Monte Mottarone gibt es noch mehr zu entdecken. Eine Augenweide ist der in den 1930er Jahren angelegte Giardino Botanico Alpinia, der mit einer unvorstellbar vielseitigen Pflanzenwelt aufwartet. Bereits in den 1930er Jahren begannen Gärtner damit, auf einer 40.000 Quadratmeter großen Fläche auf einer Höhe von 800 Metern mehr als 1.000 alpine und subalpine Pflanzenarten anzulegen, die hier bis heute unter der Sonne Italiens gedeihen. Dieses Konzept sollte vor einigen Jahren sogar noch erweitert werden. Naturlandschaften wie diese, aber auch Wasserfälle, Weiden und üppige Wälder sollten zu einem Naturschutzpark vereint werden. Erste Schritte für das Projekt „Parco del Mottarone“ wurden bereits realisiert. Doch dann gaben die Ideengeber das Projekt wieder auf.

Eine besondere Freude für Geologen

Blick vom Monte Mottarone

Diese Tatsache hindert ambitionierte Geologen oder Bergsteiger aber auch nicht daran, die Schönheit des Monte Mottarone aus ihrer ganz eigenen Perspektive zu betrachten. Denn am Monte Mottarone finden Besucher ein Granitgestein, das in außergewöhnlichen Rosétönen glänzt. Wesentlich kurioser ist das im nahegelegenen Gignese befindliche Museo dell'ombrello e del parasole, das sich direkt an der Via Golf Panorama befindet. Diese Ausstellung stellt – schenkt man den Initiatoren des Museums Glauben – das einzige Schirmmuseum der Welt. Ein Besuch dieses Museums ist ein spannendes Kontrastprogramm für viele Besucher. Beim Anblick skurriler oder auch besonders kunstvoller Exponate können Besucher den historischen Wandel von Regen- und Sonnenschirmen direkt nachvollziehen.

Mautgebühren auf der Privatstraße der Borromeo

Wer die Wege in Richtung Monte Mottarone über die Privatstraße der Borromeo erreichen möchte, muss eine Mautgebühr bezahlen. Diese Straße befindet sich noch immer im Besitz der Familie Borromeo. Deshalb müssen Passanten die Kosten in Kauf nehmen. Dieser Straßenzug beginnt in Alpino als einem Ortsteil von Gignese und verläuft auf einer neun Kilometer langen Strecke bis zum Gipfel des Mottarone. Die Straße hat für die Familie der Borromäer schon seit langer Zeit eine besondere Bewandtnis. Schon im 17. Jahrhundert fanden die Borromäer an der Straße Gefallen. Nachdem einige Mitglieder der Familie daraufhin um 1680 ein Oratorium erbauen ließen, schloss sich zwei Jahrhunderte später die Errichtung die Errichtung der Panoramastraße an.

In null Komma nichts auf dem Berg: mit der Seilbahn

Einer weiteren Möglichkeit können sich Besucher des Monte Mottarone seit 1970 bedienen. In diesem Jahr zelebrierten Einheimische und Auswärtige die Einweihungsfeier der Seilbahn Stresa-Mottarone, die allerdings nur über eine einzige Haltestelle nahe dem botanischen Garten Alpinia in Gignese zugänglich ist. Durch diese Seilbahn haben Passagiere die Möglichkeit, die Skipisten vom Lago Maggiore aus binnen 18 Minuten zu erreichen. Diese Seilbahn hatte eine bis dahin verkehrende elektrische Eisenbahn abgelöst. Diese Eisenbahn namens Ferrovia Stresa Mottarone war bis 1963 unterwegs. Die Bahn benötigte damals über eine Stunde, um von Stresa bis zum Monte Mottarone zu gelangen. Im Gegensatz zur Seilbahn machte die elektrische Eisenbahn allerdings an sechs Stationen Halt.


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