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Baveno

Baveno: Rosa Granit und verführerischer Urlaubsort

Seiner herrlichen Lage am Borromäischen Golf, schräg gegenüber der Halbinsel von Verbania und schon nahe an der Mündung des Toce-Flusses, verdankte das knapp 5.000 Einwohner zählende Städtchen Baveno schon im 19. Jahrhundert den Umstand, dass sich der Ort früh zu einem Ferienort von europäischem Ruf entwickelte. Es verwundert daher kaum, dass sich bereits damals zahlreiche Prominente in Baveno ein Stelldichein gaben, angefangen bei der britischen Königin Viktoria und dem späteren deutschen Kaiser Friedrich über Lord Byron und Richard Wagner bis hin zum Komponisten Umberto Giordano, der hier sogar eine Zeit lang lebte und eine seiner Opern geschrieben hat. Eine Vielzahl stattlicher Villen, die damals entstanden, legen noch heute Zeugnis ab von der Prominenz des Städtchens, von der er bis in unsere Zeit nicht viel eingebüßt hat.

Mit den Villen wurden damals auch etliche Grünflächen und Parks angelegt, und einer der sehenswertesten darunter, der auch öffentlich zugänglich ist, umgibt die Villa Fedora, in der Giordano viele Jahre verbrachte. Dass Baveno dank dieser Urlauber damals zu Reichtum kam, ist auch heute noch zu sehen, etwa an der Wartehalle des Hafens, die seinerzeit in prunkvollem Jugendstil erbaut wurde und heute noch genutzt wird.

Baveno, erstmals im Mittelalter urkundlich erwähnt, verdankt seine Berühmtheit allerdings auch dem rosafarbenen Granit, der in den Steinbrüchen rund um die Stadt seit Jahrhunderten abgebaut wird. Bekannte Bauwerke in ganz Italien wurden mit diesem Gestein errichtet, darunter die Basilika San Paolo in Rom sowie die Mailänder Galerie Vittorio Emanuele an der Piazza del Duomo. Doch erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde damit begonnen, den Granitabbau industriell durchzuführen. Neben dem Tourismus ist dieser Wirtschaftszweig bis heute der wichtigste für Baveno geblieben.

Sehr sehenswert sind die aus dem 12. Jahrhundert stammende Kirche Gervasio e Protasio und das nebenan befindliche Baptisterium aus dem 11. Jahrhundert. Auch ein Besuch in der nahe gelegenen Fraktion Feriolo lohnt sich, denn das Örtchen trägt bis heute die Züge eines Fischerdorfs, in dem sich auch etliche Steinmetze angesiedelt haben, die den berühmten Granit verarbeiten.

Wer die Umgebung erkunden möchte, kommt kaum umhin, den südwestlich gelegenen Berggipfel des Mottarone mit seinen 1.491 Metern zu besuchen. Weit schweift von hier der Blick über den Lago Maggiore und den nahe gelegenen Ortasee, und in der Ferne glitzern die schneebedeckten Alpengipfel des Tessin und des Wallis. Zum Gipfel führen zwei Wege: Zum einen eine Straße, die direkt von Baveno aus hinaufgeht und für deren Benutzung man in oberen Teil eine Maut entrichten muss, zum anderen besteht die Möglichkeit, vom etwas weiter östlich gelegenen Stresa aus mit einer Seilbahn direkt hinaufzufahren. In jedem Fall ist ein Ausflug auf den Mottarone sehr empfehlenswert.

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