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Belgirate

Belgirate: Villen über Villen und viele Sehenswürdigkeiten

Im südwestlichen Seeabschnitt, ein Stück nördlich der etwas größeren Gemeinde Lesa, liegt das Dorf Belgirate mit seinen etwa 500 Einwohnern. Auch hier fällt dem Besucher auf, was im Prinzip für alle Urlaubsorte am Lago Maggiore gilt – Villen über Villen verleihen dem Örtchen ein angenehmes Flair, die meisten von ihnen stammen aus dem 19. Jahrhundert und wurden von reichen Städtern als deren Urlaubsdomizil erbaut. Belgirate gilt als eine jener Gemeinden am Lago, in denen der Tourismus im vorletzten Jahrhundert als erstes Einzug hielt. Neben den prachtvollen Villen zeugen in erster Linie die vielen Patrizierbauten von diesem Umstand. Besonders ins Auge sticht die Villa Cairoli. Benedetto Cairoli (1825-1889) war einer der bedeutendsten Verbündeten von Giuseppe Garibaldi, der im Jahr 1861 die Einigung Italiens durchsetzte. Sehr sehenswert ist in Belgirate nicht zuletzt der alte Ortskern, der von engen Gässchen und Laubengängen durchsetzt ist und einen romanischen Campanile sowie die gotische Kirche mit hübschen Fresken aus dem 16. Jahrhundert beherbergt.

Belgirate muss mit anderen Fraktionen, etwa Leas, Solcio, Mèina und Ghevio, in einem Atemzug genannt werden, wenn es um das Thema Villen geht. Besonders Mèina tut sich dabei hervor, das Örtchen besteht noch heute aus den prächtigsten Häusern, die teils schon über 200 Jahre alt sind. Richtig sichtbar wird das vom Wasser aus, wenn man etwa mit der Fähre nach Mèina kommt.

Lesa wiederum liegt auf einem für die Umgebung nicht untypischen Schwemmkegel, der von den Sedimenten des Flusses Erno hier aufgeschichtet wurde, und bildet somit eine Halbinsel. Der Ort war im Mittelalter als Sitz des Mailänder Bischofsgerichts sehr bedeutend, heute ist es hier recht ruhig und noch weichen die meisten Touristen in andere Orte aus. Das gilt im Prinzip auch für das Örtchen Solcio, früher eigenständig, heute eine Fraktion von Lesa. Weithin sichtbar ist die mächtige Kuppel der Kirche San Rocco, die erst im Jahr 1830 fertiggestellt wurde. Äußerst sehenswert ist in Solcio in jedem Fall der öffentlich zugängliche Park der Villa Cavallini, ein terrassenförmiger Landschaftsgarten, der im 18. Jahrhundert angelegt wurde. Im 19. Jahrhundert erfolgte dann eine Neugestaltung, seitdem besitzt der Park den Stil englischer Gärten.

Die wohl älteste Kirche in der Umgebung ist San Sebastiano, erbaut im ersten Viertel des 12. Jahrhunderts. Ihr Alter und ihre Lage auf einer kleinen Anhöhe lohnen allein einen Besuch. Aber auch das Fresko in ihrem Inneren, auf dem eine versinnbildlichte Auferstehungsszene zu sehen ist, ist sehr sehenswert. Wer von außen genau hinsieht, kann erkennen, dass dem Bau drei unterschiedliche Bauweisen zugrunde liegen: große Quader, große Kieselsteine und teils ein Fischgrätenmuster. Dennoch wird vermutet, dass alle Baustile damals zur gleichen Zeit angewendet worden sind.

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