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Ispra

Ispra: Villen aus verschiedenen Jahrhunderten und Wassersport pur

Ziemlich genau drei Kilometer gegenüber dem wunderschönen Lesa liegt, am östlichen Ufer des Lago Maggiore, das gepflegte Städtchen Ispra mit ungefähr 5.000 Einwohnern. Wer meint, diesen Namen schon einmal gehört zu haben, der muss sich nicht irren, Ispra taucht hier und da auch in den überregionalen Medien auf. Das hat damit zu tun, dass hier Euratom beheimatet ist, das europäische Forschungszentrum für Fragen der Reaktorsicherheit und Umweltprobleme.

Doch ein Besuch dieses Ortes lohnt sich natürlich eher aus anderen Gründen. Ispra ist meist sehr lebendig, viele Touristen kommen hierher, in erster Linie des reichhaltigen Angebots an Wassersportmöglichkeiten wegen. Es gibt hier einen herrlichen Badestrand für diejenigen, die gern in der Sonne liegen und nur zur Abkühlung ein paar Mal in den Lago Maggiore springen. Wer es gern etwas sportlicher hat, kann sich in Ispra unter einigen Anbietern einen aussuchen, bei dem man eine Yacht mieten kann; wer keinen Segelschein hat und dennoch gern auf dem Lago Maggiore hin und her kreuzen würde, kann sich in die Obhut einer der Segelschulen begeben. Im Südosten von Ispra befindet sich in nur vier Kilometern Entfernung auch ein herrlicher Badesee, der Lago di Monate, mit einem Bootsverleih. Überreste von Pfahlbauten weisen darauf hin, dass die Gegend schon sehr früh besiedelt war.

Das Stadtbild selbst ist geprägt von vielen Villen, die aus den vergangenen Jahrhunderten stammen, und wird ergänzt durch edle Gebäude aus moderneren Zeiten. Vor allem die früh hier erbauten Herrenhäuser sind natürlich Attraktionen, nicht zuletzt deswegen, weil damals noch ausreichend Platz im Ort war, um sich zur Villa gleich noch einen herrschaftlichen Park zuzulegen. Ein wenig über dem Ort kann man das Mausoleum der Antoniella Castelbarco Albani aus dem Jahr 1865 besichtigen, einer Gräfin, die hier früher einmal lebte.

Wer von hier zu Fuß oder mit dem Wagen nach Nordosten in die Hügel geht bzw. fährt, erreicht nach nur etwas mehr als einem Kilometer das kleine Örtchen Brebbia, das nicht zuletzt für sein Pfeifenmuseum berühmt ist, in dem mehr als 10.000 Exponate ausgestellt sind, die sich allesamt dem Pfeifenrauchen widmen. Das Museum ist einer Pfeifenfabrik angegliedert. Sehr sehenswert ist in Brebbia auch die romanische Pfeilerbasilika Pietro e Paolo, die im 12. Jahrhundert erbaut wurde. Später wurde die Kirche im barocken Stil renoviert, doch im Innern sind anhand der Gewölbe und der Quergänge noch deutlich romanische Elemente zu erkennen. Gut erhalten sind dort auch noch viele Fresken, die teils steinalt sind; einige stammen aus dem 14. bis 16. Jahrhundert, manche sind sogar bis in das 13. Jahrhundert zurückdatierbar.

Wer einen Urlaub in Ispra oder in einem anderen Ort am Lago Maggiore plant sollte zuvor die Hotels und deren Preise vergleichen. Denn oftmals bieten auch billige Hotels entgegen der Vermutung einen sehr guten Service.

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