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Luino

Luino: Wechselvolle Geschichte und ein toller Markt

Knapp 15.000 Einwohner leben in Luino, die Stadt ist damit die größte am Ostufer des Lago Maggiore. Neben einem tollen, immer am Mittwoch stattfindenden Wochenmarkt sowie den zahlreichen sehenswerten Kirchen in Luino selbst und in den angrenzenden Gemeinden ist es vor allem die bewegte Geschichte, die die Gemarkung zu einem besonderen Ort am See machen. Und alles begann vor mehr als 2.000 Jahren mit einem römischen Militärlager, errichtet genau hier, unten am Seeufer, an den dort noch sanften Hängen des oben recht steilen Monte Lema (1.620 m hoch). Die Lage – von Luino aus führt der kürzeste Weg zum Luganer See und von dort aus weiter nach Como und Mailand – machte den Ort auch im Mittelalter zu einem strategisch begehrten Punkt, der permanent zwischen die Fronten verschiedener Interessensparteien geriet.

Die Rusca, die Eidgenossen im 16. Jahrhundert und die Visconti herrschten über den Ort; dann wurde Luino – unter Karl V. – römisch-deutsch, schließlich bis 1861 österreichisch, bis Giuseppe Garibaldi Italien einte. Seitdem ist relative Ruhe eingekehrt in und um Luino. Relativ, weil Luino heute eine lebendige, wenn auch nicht von Touristenströmen heimgesuchte Gemeinde ist, auch wenn man hier als Besucher in der Hauptsaison natürlich nicht allein mit den Einheimischen ist. Die Stadt ist das Wirtschaftszentrum am östlichen Seeufer. Am Mittwoch ist Markttag, dann fahren im Hafen Fährschiffe ein, die Menschen aus jeder Ecke des Lago Maggiore nach Luino bringen. Der Markt, das ist die pure Energie, die reine Lebensfreude, es gibt abertausende frische Spezialitäten aus der Region, man könnte hier einkaufen, als gebe es kein Morgen.

Muse und Erholung findet man hingegen in den zahlreichen Kirchen wie etwa in Madonna del Carmine, an der Seepromenade gelegen. Sehenswert ist hier das Fresko in der Kreuzkapelle, es stammt von etwa 1540; und nur ein Stück nördlich davon befindet sich, ebenfalls an der Promenade, San Giuseppe, deren Säulen einen Baldachin samt Vordach tragen. Etwas oberhalb, im schmucken alten Ortskern, versteckt in zahlreichen engen und verwinkelten Gassen, befindet sich die Pfarrkirche San Pietro e Paolo. Sehr schön ist auch die etwas im Osten liegende Kirche San Pietro di Campagna, deren Glockenturm aus dem 11. Jahrhundert stammt. Wer ein wenig Zeit hat, sollte der Altstadt einen Besuch abstatten, zu schön sind die kleinen Paläste und die meist gut restaurierten Häuser anzusehen. Spielt das Wetter einmal nicht mit, so ist auch der Besuch des Museo Civico im Palazzo Verbania in Ufernähe zu empfehlen, hier werden archäologische Fundstücke der Umgebung und einige Gemälde ausgestellt.

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