Maccagno am Lago Maggiore

Direkt im Norden wie auch im Osten die Grenze zur Schweiz, im Westen der Lago Maggiore und nur durch die schmale Uferstraße SS394 nach SĂŒden mit Luino und dem Rest Italiens verbunden, ist das etwa 2.500 Einwohner zĂ€hlende StĂ€dtchen Maccagno. Vor allem fĂŒr seine herrliche Lage, die Altstadt mit der Kirche sowie die zahlreichen Möglichkeiten bekannt, in der Umgebung ausgedehnte Touren in die Natur unternehmen zu können. Zu erster Bekanntheit gelangte der Ort im Jahr 962, als Otto I. nach der Eroberung Italiens im Hafengebiet von Maccagno vom Feudalherrn der Provinz begrĂŒĂŸt wurde, woraufhin der deutsche Kaiser der Gemeinde ein unabhĂ€ngiges Gericht und das MĂŒnzrecht verlieh, dem wichtigsten Titel fĂŒr StĂ€dte im Mittelalter. Bis heute wird das Gebiet rund um den Hafen „La Zecca“ genannt, was auf Deutsch MĂŒnze bedeutet.

Maccagno am Lago Maggiore
Blick ĂŒber Maccagno am Lago Maggiore

Barockkirche San Materno

In Maccagno inferiore, so der andere Name fĂŒr diesen Ortsteil, der daher rĂŒhrt, dass er unten am Wasser liegt, herrscht der Torre Imperiale ĂŒber allem. Im weiter oben gelegenen Teil, der folgerichtig Maccagno superiore heißt, sticht vor allem das hĂŒbsche Äußere der Barockkirche San Materno ins Auge. Vom oberen Teil der Gemeinde hat man einen prĂ€chtigen Blick auf den Lago Maggiore und das gegenĂŒber liegende Westufer.

Ein wunderschöner Ausflug fĂŒhrt von Maccagno ĂŒber die SP5 in Richtung Schweizer Grenze zum Valle Veddasca. Hier liegen zahlreiche alte Bergdörfer wie Graglio oder Armio auf 900 Metern Höhe, umringt von schönen KastanienwĂ€ldern. Von hier aus fĂ€hrt man weiter ĂŒber die Grenze bis zur Alpe di Neggia, von wo aus herrliche Wanderwege (mehr zum Thema Wandern am Lago Maggiore) in anderthalb bzw. zweieinhalb Stunden auf den Monte Gambarogne (1.730 m) oder den Monte Tamaro (1.961 m) fĂŒhren; herrlichen Seeblick auf den Lago Maggiore inbegriffen. Nur wenige Kilometer oberhalb von Maccagno zweigt in Veddasca ein kleines StrĂ€ĂŸchen ab zum Passo La Forcora und weiter zum Lago Delio, das hinter dem See unbefestigt bis Bassano fĂŒhrt. Sehenswert ist hier der romanische Glockenturm der Friedhofskirche. Von Bassano aus geht es ĂŒber Pino zurĂŒck nach Maccagno.

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Ausflug nach Piero

Sehr empfehlenswert ist jedoch auch der Ausflug nach Piero, etwa zwei Kilometer östlich von Veddasca im gleichnamigen Tal gelegen. Auf der Via Verde Varesina lĂ€sst es sich hervorragend bis Monteviasco wandern, einem inzwischen verlassenen Bauerndorf, in dem frĂŒher aufgrund der NĂ€he zur Schweizer Grenze auch viele Schmuggler anzutreffen waren. Ausgedehnte SpaziergĂ€nge in einer traumhaften Gegend sind das SahnehĂ€ubchen auf einem Aufenthalt im malerischen Maccagno.


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