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Oggebbio

Oggebbio: Wo einst der Pascha Urlaub machte

Trotz seiner nur etwa 1.000 Einwohner ist der kleine Ort Oggebbio in der Gegend um Verbania etwas Besonderes. Wie alle Dörfer in der Region, ja eigentlich am gesamten Lago Maggiore, ist er sehr sauber, hübsch und vielfältig. Doch der Umstand, dass hier sogar einmal der Pascha Drahnet sein Urlaubsdomizil hatte, ist eine Besonderheit, mit der die umliegenden Gemeinden nicht protzen können. Protz ist allerdings kaum das richtige Wort für Oggebbio. Zwar gibt es hier einige hübsche Villen zu bestaunen, unter anderem eben die Villa del Pascià, doch kann sich das Örtchen eher sonnen in seiner angenehm zurückhaltenden und unaufdringlichen Natur und seiner unaufgeregten Schönheit.

Der Legende nach entstand Giuseppe Verdis Oper „Aida“ infolge eines Besuchs beim Pascha, der Verdi zum Schreiben inspiriert haben soll. Doch sicher hat das gesamte Ambiente von Oggebbio ebenfalls zu dieser Inspiration beigetragen. Die herrlichen Kirchen und Kapellen, die kleinen Gässchen im Zentrum, die umliegenden Hügel mit den kleinen und ebenso netten Teilorten lassen das zumindest erahnen. Auch darum und des milden Klimas wegen war das Örtchen schon im 19. Jahrhundert ein beliebtes Urlaubsziel für reiche Städter, die sich hier tolle Ferienhäuser im Villenstil bauen ließen.

Die sehenswertesten Gebäude in Novaglio, einer Fraktion von Oggebbio, sind zum einen die aus dem 15. Jahrhundert stammende kleine Kapelle Della Natività di Maria di Cadessino, in der ein Freskenzyklus zu betrachten ist, der unter Kunsthistorikern als bemerkenswert gilt. Zum anderen wäre da noch die im 12. Jahrhundert erbaute romanische Kirche Sant‘ Agata zu nennen. Sie steht auf einem natürlichen Balkon, einem Felsvorsprung, der über den See ragt. In der Fraktion Gonte ist der Sitz der Gemeindeverwaltung. Gleich oberhalb der Uferstraße befindet sich hier die Pfarrkirche San Pietro, die den mit 42 Metern höchsten Campanile der gesamten Region um Verbania ihr Eigen nennt.

Aus insgesamt 15 kleinen Fraktionen besteht Oggebbio, einige von ihnen schon etwas höher in den Hügeln. Oberhalb dieser höher gelegenen Teilorte befinden sich acht Almen und kleinere Ansiedlungen, die höchste von ihnen auf über 1.000 Metern Meereshöhe. Von dort oben hat man einen malerischen Panoramablick über den Lago Maggiore und über große Abschnitte des gegenüberliegenden östlichen Seeufers. In einigen am Wasser liegenden Teilorten von Oggebbio gibt es natürliche Badestrände mit den Möglichkeiten, Boote auszuleihen, doch auch Fahrradfreunde können sich hier einen Drahtesel für eine ausgedehnte Tour leihen. Ideal ist Oggebbio aber auch für Wanderer, die am Ufer oder weiter oben in den Kastanienwäldern an den Hängen des Monte Morissolo ihrem Hobby nachgehen können.

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