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Ranco

Ranco: Eine Attraktion, die niemand hier erwartet

Nur etwa zwei Kilometer nördlich der mächtigen Burganlage von Angera liegt das schmucke Dörfchen Ranco, das von Besuchern und Touristen so gut wie nie beachtet wird – schon allein deswegen, weil es in so gut wie keinem gedruckten Reiseführer zu finden ist. Dabei wäre es schade, wenn man den Aufenthalt in dieser südöstlichen Ecke des Lago Maggiore ohne einen kleinen Abstecher in die nicht einmal 1.500 Einwohner zählende Gemeinde verbringt. Dabei ist schon der hübsche und sehr ursprünglich gehaltene Hafen mit seinem vergleichsweise kleinen Becken und der kurzen, vom Ortskern zum Hafen führenden Promenade einen Anblick wert. In Ranco geht es recht gemächlich zu, der Ort scheint nichts von dem eingebüßt zu haben, was ihn in der Vergangenheit geprägt hat.

Doch in der Ferienzeit und an den Wochenenden wird das hübsche Örtchen mit einem Mal aus seinem Dornröschenschlaf geküsst, wenn sich doch ein paar Touristen hierher verirren. Die meisten von ihnen kommen aus einem einzigen Grund – sie wollen ins Museum. Untergebracht ist es in dem Gebäude mit dem bezeichnenden Namen Villa Fantasia, und wohl niemand erwartet von einem so kleinen Ort, dass er eine solche Attraktion wie dieses Museum für die Geschichte des regionalen Transportwesens zu bieten haben würde. Ein Besuch hier ist sehr interessant, die Exponate reichen von der Zeit der Postkutschen über erste Eisenbahnen bis hin zu modernen Motorrädern und von früheren und heutigen Wagen der Mailänder U-Bahn bis hin zu Schwebebahnen, wie man sie in Deutschland vor allem aus Wuppertal kennt. Bei diesen bedeutenden Ausstellungsstücken überrascht es dann doch kaum, dass sich neben dem Museum sogar eine Filiale einer bekannten Fastfood-Kette aus den USA befindet; am Lago Maggiore eine absolute Seltenheit.

Doch wer nun glaubt, es herrsche wegen des Museums steter Trubel in Ranco, der täuscht sich. Alles in allem geht es recht ruhig zu, und was könnte es Schöneres geben, als eine kleine Wanderung in dieser Stille? Vom Parkplatz unten am Hafen führt ein etwa 2,5 km langer Wanderweg über die Piazza Venezia in der Altstadt und von dort aus weiter, aus dem Ort hinaus und durch Edelkastanienwälder hinauf zur kleinen, wunderschönen Kirche San Quirico, die sich auf halbem Weg nach Angera befindet. Etwa 250 m über dem Seespiegel liegt dieser herrliche Aussichtspunkt, wo sich dem Besucher ein fantastischer Nordwestblick auf den Lago Maggiore und das unterhalb liegende Ranco auftut. Ein kleines Stück weiter findet man einen ähnlichen Punkt, von wo aus ein ebenso toller Südblick auf den See möglich ist. zurück nach Ranco geht es dann wieder auf dem gleichen Weg.

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